Schmelzkristallisation (Kalzinierung)

Beim Auskristallisieren mit Kristallwasser fallen einige Salze an. Das heißt, dass in ihrem Kristallsystem Wassermoleküle eingeschlossen sind, deren Entfernung für die weitere Verwendung des Salzes nötig ist.

Ein typische Beispiel hierfür ist Glaubersalz (Na2SO4 x 10H2O). Es schmilzt unter Normaldruck bereits bei geringen Temperaturen im eigenen Kristallwasser.

Aus diesen Zusammenhängen ergab sich die Idee der Schmelzkristallisation (auch Kalzinierung genannt). In jedem Fall wird das Glaubersalz in einen Schmelzkessel geleitet und im eigenen Kristallwasser gelöst, wodurch ein Teil der wasserfreien Kristalle ausfällt. Beim Eindampfen fallen die restlichen Salzkristalle aus. Die Wasserverdampfung erfolgt in Verdampfungskristallisatoren mit außenliegenden Heizkörpern. Diese können ein- oder mehrstufig, mit oder ohne Brüdenkompression (mechanisch oder thermisch) ausgeführt werden.

Neben herkömmlichen ein- oder mehrstufigen Anlagen haben wir aus wirtschaftlichen Gründen einen weiteren Anlagentyp entwickelt. Diese Anlage arbeitet im Druckbereich. Hierdurch ist es uns gelungen, das Verkrustungsproblem in den Heizkörperrohren weitgehend zu beseitigen.